Gefälschte Paket-SMS: So erkennst du sie und was du tun kannst
„Ihr Paket wartet, bitte zahlen Sie 1,99 € Zustellgebühr“. Solche massenhaft verschickten Nachrichten sollen dich dazu bringen, auf eine gefälschte Website zu klicken, um an deine Bankdaten zu kommen. So erkennst du sie und was du tun kannst, wenn du schon geklickt hast.
Das Wichtigste
- Klicke nicht auf den Link in der SMS.
- Nutze die offizielle Website oder App des Paketdienstes.
- Hast du deine Karte eingegeben: sofort bei deiner Bank sperren lassen.
- Bewahre Screenshots als Beweise auf.
- Melde die Nachricht (in Frankreich: 33700).
So funktioniert die Falle
Die Nachricht kommt per SMS oder E-Mail, oft genau dann, wenn du wirklich ein Paket erwartest. Sie fordert dich auf, auf einen Link zu klicken, um die „Zustellung neu zu planen“ oder eine kleine Gebühr zu zahlen. Der Link führt zu einer gefälschten Website, die einen Paketdienst oder La Poste nachahmt und deine Kartennummer verlangt, oft danach auch einen per SMS erhaltenen Bestätigungscode. Mit diesen Angaben können die Betrüger deine Karte mit weit höheren Beträgen belasten.
Die Anzeichen, die dich aufmerksam machen sollten
- Ein verkürzter Link oder ein Domainname, der dem des Paketdienstes ähnelt, ohne es wirklich zu sein.
- Keine genaue Paketreferenz und kein Name des Absenders.
- Eine Zahlungsaufforderung über ein paar Euro für die Zustellung eines Pakets: Echte Paketdienste verlangen auf diesem Weg nur selten eine Zahlung.
- Ein dringlicher Ton: „letzte Mahnung“, „Paket wird innerhalb von 24 Std. zurückgesendet“.
- Eine unbekannte Absendernummer oder eine Nachricht, die kommt, obwohl du nichts erwartest.
Klicke nie auf den Link in der Nachricht. Gehe direkt auf die offizielle Website oder App des Paketdienstes und gib deine Sendungsnummer selbst ein.
Was tun, wenn du geklickt, aber nichts eingegeben hast
Schließe die Seite. Grundsätzlich hat es keine Folgen, wenn du keine Angaben gemacht hast, aber antworte nicht auf die Nachricht und lösche sie. Behalte dein Telefon und deine Konten ein paar Tage im Auge.
Was tun, wenn du Bankdaten eingegeben hast
- Ruf sofort deine Bank an, um die Karte sperren zu lassen. Du erhältst eine Registrierungsnummer, die deinen Antrag belegt.
- Prüfe deine Kontoauszüge und widersprich jeder Transaktion, die du nicht selbst getätigt hast.
- Ändere das Passwort jedes Kontos, dessen Zugang du preisgegeben hast.
- Melde den Betrug den Behörden (in Frankreich: Plattform Perceval oder Anzeige erstatten).
In Frankreich muss eine betrügerische Transaktion von der Bank erstattet werden, grundsätzlich sofort und spätestens bis zum Ende des ersten Werktags nach deinem Widerspruch, innerhalb einer Frist von 13 Monaten. Bewahre alle Beweise auf: Screenshots der SMS, Kontoauszug, Sperrnummer.
Wo du diese Nachrichten melden kannst
- In Frankreich: Leite die SMS an die 33700 weiter (kostenlos) oder melde sie auf 33700.fr.
- Bei E-Mails: Plattform Signal Spam.
- Bei einem Betrug: Plattform Pharos (internet-signalement.gouv.fr) oder die kostenlose Nummer Info Escroqueries unter 0805 805 817.
- In einem anderen Land: Suche die entsprechende nationale Stelle, die Verbraucherschutzbehörde oder die Polizei.
Melden ist nicht sinnlos: Jede Meldung hilft, betrügerische Nummern und Websites sperren zu lassen, und schützt die nächsten Betroffenen.
Häufige Fragen
Kann ein echter Paketdienst per SMS Gebühren von mir verlangen?
Das ist selten. Klicke im Zweifel nicht: Öffne die offizielle App oder Website des Paketdienstes und prüfe mit deiner Sendungsnummer, ob wirklich eine Zahlung verlangt wird.
Ich erwarte kein Paket, aber die Nachricht wirkt sehr überzeugend. Was tun?
Ignoriere sie und melde sie. Betrüger verschicken Nachrichten massenhaft, ohne zu wissen, ob du etwas erwartest.
Kann ich einen verdächtigen Link mit Scan Raccoon prüfen?
Du kannst die Website eines Unternehmens oder eine Nummer im Modus „Unternehmen / Website“ oder „E-Mail / Telefon“ prüfen. Am sichersten ist es aber, nicht zu klicken und den Weg über die offizielle Website zu nehmen.